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WIR GEBEN LEBEN RAUM

Digitale Module auf dem Vormarsch

Wir werden eine ganz neue Form des Wohnens auf den Markt bringen, verspricht der Münchner Bauprojekt-Entwickler SEMODU. Der Schlüssel hierzu ist die Integration digitaler Produkte in die Modulbauweise sowie das Bauen mit diesen vorgefertigten Systemen. Die Kombination aus beidem eröffnet völlig neue Wohnmöglichkeiten, um den Alltag der Bewohner zu erleichtern. 

Ein junges Paar – ein kleiner Streit, wie die Einrichtung der neuen Wohnung aussehen soll: Er will auf der großen Wand einen riesigen Fernsehbildschirm platzieren. Sie will aus der Wand eine große Social-Media-Wall machen, welche die neuesten Posts ihrer Freunde anzeigt. Der Clou: beides geht. Mit einem Schnipp wird die flexible Wohnzimmerwand mal Fernseher, mal Instagram-Kanal, mal Betonwand, mal Backsteinwand. Die Welt der Digitalisierung eröffnet völlig neue Spielräume für die Gestaltung und Nutzung der eigenen vier Wände. Sogar Tische können zu Kochplatten für frischen Kaffee werden. Willkommen im Wohnen der Zukunft!

Noch ist das Paar lediglich im Firmen-Video auf der Website des Projektentwicklers zu sehen. Doch schon bald könnte es tatsächlich in einer deutschen Wohnung so geschehen, wenn es nach den Wünschen von SEMODU und IT-Fachbeirat Friedhelm Schmitt geht: „Digitalisierung setzt sich grundsätzlich immer dort durch, wo sie den Alltag nachhaltig erleichtert. Das SEMODU Alleinstellungsmerkmal ist die nahtlose Integration digitaler Produkte in das modulare Baukonzept – und somit ein entscheidender Vorteil am Markt.“

Die Münchner denken bereits in der Planungsphase die volldigitalisierte Wohnung mit. Die Raummodule werden vorab mit den entsprechenden Leitungen, Rohren, Fenstern und Türen inklusive Wandfarbe und Bodenbelag ausgestattet und vorgefertigt an die Baustelle geliefert. Dort müssen sie nur noch zusammengesetzt werden. Diese Effizienz und Unabhängigkeit von Wind und Wetter spart Zeit und Geld. Die Immobilien-Experten haben erkannt, was sich Mieterinnen und Mieter heutzutage wünschen: bezahlbaren und doch komfortablen Wohnraum. Keine 20 Apps auf dem Handy, um Licht, Fernseher und Heizung zu steuern – sondern eine. Keine vielen teuren Möbel in der Wohnung, die größtenteils für nur eine Funktion herumstehen. Stattdessen: Flexible Möbel, die smart sind. Mal Esstisch, mal Kochfeld, mal stilvolle Backsteinwand, mal Fernseher.

Das schont das Portemonnaie und die Ressourcen, spart Energie, schafft bezahlbaren neuen Wohnraum – „und ist die ganz neue Form des Wohnens“, weiß SEMODU-Vorstand Frank Talmon l‘Armée. Und er kennt sogar Bedürfnisse, bevor es die Mieterinnen und Mieter selbst wissen: „In der Entwicklung unserer digitalen Wohnkonzepte orientieren wir uns nicht nur maßgeblich an den Bedürfnissen unserer Kunden – viel wichtiger: Wir forschen nach den Bedürfnissen, die diesen oft selbst noch unbekannt sind.“ Wer jetzt die Lust auf einen smarten Esstisch verspürt, muss sich allerdings noch etwas gedulden: Derzeit gründet SEMODU eine Tochterfirma und befindet sich mitten in der Patentvorbereitung. Deshalb hüllt sich das Unternehmen und ZIA-Mitglied über weitere Details noch in Schweigen. Allerdings verrät Jochen Dorner, Head of Business Development, dass SEMODU hierzu in ein großes internationales Netzwerk eingebunden ist.

Potenziell lassen sich beinahe alle Gegenstände im Raum digitalisieren, verbinden – und sogar irgendwann vollständig digital ersetzen, sagen die Zukunftsexperten und verweisen hierfür auf ein bereits existierendes eindrucksvolles Beispiel dieses Zukunftstrends: das Smartphone. Das Smartphone hat den Weg bereits vorgezeichnet: Besitzer können mit ihm schreiben, fotografieren, Geld überweisen, in der Dunkelheit leuchten, den Raum messen, einkaufen und vieles mehr. Da ist die ursprüngliche Funktion fast schon zur Nebensache geworden: das Telefonieren.

Auch das Mobiliar könnte diesen Weg gehen. So zum Beispiel der besagte Esstisch oder die Fernsehwand oder der Badezimmer-Spiegel. Wozu brauchen wir noch unzählige Steckdosen, wenn Strom über kabelloses Laden funktioniert? Wozu noch diverse Lampen, wenn das Licht auch auf jeder digitalen Fläche erzeugt werden kann?

Wie gut, wenn der Bauentwickler das Smart Home intelligent von Beginn an plant, die Kabel für die gesamte Elektronik gleich in die Baumodule einplant und den Mieterinnen und Mietern dann am Ende ein Gebäudebetriebssystem überreicht, das alles zentral mit einer einzigen App steuert. Quasi eine Art digitales Rundum-sorglos-Paket, das sämtliche Geräte mit Sprach- oder Gestensteuerung verknüpft.

Das Paar im Video hat so seinen Streit über die Wandgestaltung schnell vergessen und lässt sich mit dem frisch gebrühten Kaffee aufs Sofa fallen. Und falls die Nachbarn die liebevollen Küsse mal nicht mitkriegen sollen: Ein Schnipp genügt, und die bodentiefen Fenster werden undurchsichtig. Irgendwann will man bei aller Technik ja auch mal einfach… abschalten.

SEMODU AG.

Lesen Sie mehr : https://wir-geben-leben-raum.de/blog/digitale-module-auf-dem-vormarsch/


Der Weg zur Elektrorevolution führt über Disruption

Disruptive Energie, das ist es, was die Immobilienbranche braucht, erklärt CEO Frank Talmon l’Armée im Experten-VideoEs braucht einen Immobilienriesen, der voran geht, um die Branche, die sich seit Jahrzehnten kaum weiterentwickelt hat, umzukrempeln. So wie Elon Musk die Automobilbranche auf den Weg der Elektromobilität brachte – so ist ein Vorreiter nötig, der seinen Immobilienbestand elektrifiziert und damit auch in der Immobilienbranche die Elektrorevolution einleitet.

Über SEMODU

Die SEMODU AG entwickelt auf Basis modernster Softwarelösungen und komplexen mathematischen Systemen qualitativ hochwertige Gebäudemodule sowie neue Methoden für die Steuerung von Gebäuden. Gemeinsam mit Kommunen und Partnern aus Architektur, Gebäudetechnik und Modulfertigung treibt SEMODU damit die Zukunft von Gebäuden und Städten voran – bezahlbar, CO2-neutral und zugleich modern und lebenswert. Mit Standorten in München, Stuttgart, Frankfurt und Berlin ist das Unternehmen um Vorstand Frank Talmon l’Armée bundesweit und international tätig u.a. mit Projekten in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen: www.semodu.de

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GETEC und SEMODU verkünden strategische Partnerschaft

Für eine lebenswerte, klimaneutrale Zukunft

München, 22. April 2021

Die GETEC und SEMODU, ein innovatives Start-up für modulare und CO2-neutrale Projektentwicklung, haben eine gemeinsame Gesellschaft zur Umsetzung neuer und wegweisender Energiekonzepte gegründet. Das Erfolgskonzept: Grüne, regenerative Energielösungen auf Basis standardisierter Raummodule für ein langfristig nachhaltiges und ressourcenschonendes Leben und Arbeiten.

Zielsetzung des neuen Joint Venture ist die Umsetzung einer innovativen und klima-neutralen Energieversorgung für die deutschlandweit anstehenden Quartiersentwicklungen und Neubauprojekte der SEMODU sowie weiterer Immobilienentwickler. Durch das Vereinen der jeweiligen Kernkompetenzen wollen die Partner zudem modulare Technikräume entwickeln, die in innovativen Modulbauten zum Einsatz kommen sollen. Mithilfe modernster Speicherlösungen sowie dem „Power-to-heat“ Prinzip – also Wärme aus Stromüberschuss, sollen fossile Brennstoffe langfristig ersetzt und somit der Weg für eine CO2 – freie Wärmewende geebnet werden.

„Auf der Suche nach einem neuen Zuhause muss sich die durchschnittliche Privatperson aus finanziellen Gründen meist zwischen Wohnkomfort und Nachhaltigkeit entscheiden. Diesen Umstand können wir nicht länger akzeptieren, wenn wir dem im-mensen Bedarf an Wohnraum auf der einen Seite und dem Schutz unserer Umwelt auf der anderen Seite gerecht werden wollen. Aus diesem Grund sind wir erfreut in der GETEC einen starken Partner und Branchenspezialisten gefunden zu haben, der nicht nur über die entsprechenden Ressourcen und das Fachwissen verfügt, sondern bereit ist, sich mit uns für eine nachhaltige, lebenswerte Zukunft einzusetzen“, äußert sich Frank Talmon l’Armée, Vorstand der SEMODU AG zu der neuen Partnerschaft.

„Unser Fokus liegt ganz klar auf der zukunftsfähigen und klimaschonenden Immobilienversorgung. Die Spannungsfelder unser beider Branchen sind eng miteinander verknüpft und wirken sich seit jeher wechselseitig aufeinander aus. Daher ist es essentiell, dass wir branchenübergreifend eine Problemlösung suchen und bereit sind, diese gemeinsam anzugehen. Die Kooperation mit einem jungen, innovativen Unternehmen wie SEMODU ist genau das, was wir hierfür gesucht haben. Wir ergänzen uns perfekt und werden gemeinsam viel bewirken“, so Michael Lowak, Segment CEO Immobilienwirtschaft der GETEC Group.

Das erste gemeinsame Projekt: Ein Quartier für altersgerechtes Wohnen in der Metropolregion Stuttgart mit einem zugeschnittenem Energie- und Mobilitätskonzept, zahlreichen Grünanlagen und unter der Verwendung von Recycling-Beton und hochwertigen Holzfassaden Elementen.

Ein erstes Branding des neuen Joint-Ventures ist bereits in der Entwicklung und wird vermutlich im zweiten Halbjahr auf den Markt gebracht. Die Kooperationspartner sind überzeugt, in den kommenden Jahren zusätzlichen energieeffizienten und klimaneutralen Wohnraum in Größenordnungen zu schaffen.

Die Projektpartner bei der Unterzeichnung der Vereinbarung (Quelle: GETEC, v.li. Jochen Dorner (Leiter Business Development der SEMODU AG), Frank Talmon l’Armée (Vorstand SEMODU AG), Michael Lowak (Segment CEO Immobilienwirtschaft der GETEC), Florian Unger (Leiter Region Nord / West GETEC)

 

Projektskizze des Quartiers „Am grünen Anger“ in Stuttgart (Quelle: SEMODU)

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Über GETEC

GETEC ist führender Partner für Industrie und Immobilienwirtschaft für smarte, effiziente und grüne Energielösungen – in Deutschland und darüber hinaus. Unser Versprechen „Wir haben die Energie für mehr“ ist Leitbild für mehr als 1.500 Mitarbeiter, die mit exzellentem Engineering-Know-how, herausragender regulatorischer Kompetenz, großer Handlungsschnelligkeit und ausgewiesener Nachhaltigkeitsexpertise unsere Kunden durch eine immer komplexer werdende Energiewelt navigieren und dabei zugleich konsequent deren Carbon Footprint reduzieren. GETEC ist an über 40 Standorten in elf Ländern aktiv und erwirtschaftete 2019 eine Gesamtleistung von rund 700 Mio. Euro.
Mehr zur GETEC Group finden Sie unter: www.getec-energyservices.com

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Alberto Rivas zum Senior Development Manager ernannt

SEMODU verstärkt sich weiter

Stuttgart, 12. April 2021 – Die SEMODU AG verstärkt sich mit Alberto Rivas (37) als Senior Development Manager. Als gelernter Architekt und Immobilien-Projektentwickler ist Rivas künftig für Wettbewerbe sowie der Akquisition und Planung neuer Projekte zuständig. Neben nationalen Initiativen steht für SEMODU dabei auch im Fokus, internationale Projekte voranzutreiben.

Rivas verfügt über rund 20 Jahre Berufserfahrung und blickt zurück auf verschiedene Stationen bei internationalen Architektur- und Ingenieurbüros, wo er insbesondere die Akquisition, Machbarkeitsstudien und Ausführungspläne verantwortete. Zuvor war er u.a. mehrere Jahre für die ATP Frankfurt Planung GmbH tätig und zuletzt bei den Payel Rahman Architekten.

„Ich freue mich darauf, dieses dynamische, innovative und stark wachsende Unternehmen mit meiner Expertise zu unterstützen und nachhaltige, digitale und modulare Immobilienprojekte aufzusetzen“, sagt Rivas.

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Bianca Bausedat, Head of Corporate Finance

Bianca Nausedat zum Head of Corporate Finance ernannt

Die SEMODU AG hat Bianca Nausedat als Head of Corporate Finance ins Team geholt. Die gelernte Wirtschaftswissenschaftlerin, die sich besonders auf Finance und Entrepreneurship spezialisiert hat, wird in ihrer Funktion für neue Geschäftsfelder und strategische Themen verantwortlich zeichnen. Im Fokus steht dabei zunächst die Finanzierung der Expansion in die Geschäftsfelder digital und modular im Kontext der zunehmend internationalen Ausrichtung. Daneben will SEMODU aber auch strategische Partnerschaften im nationalen und internationalen Umfeld vorantreiben.

„SEMODU ist ein stark wachsendes, innovatives und dynamisches Unternehmen der Immobilienbranche. Den Wohnungsmarkt mit nachhaltigen, modularen Energie- und Digitalisierungskonzepten tiefgreifend zu verändern, ist eine spannende Herausforderung, auf die ich mich sehr freue“, sagt Nausedat.

Nachdem Nausedat ihre berufliche Karriere als Consultant bei PwC in Luxemburg und Ernst & Young im M&A Bereich gestartet hat, war sie für weitere namhafte Unternehmen aus dem Private Equity und Investmentbereich sowohl im In- als auch Ausland tätig.

Über Semodu

Die SEMODU AG entwickelt auf Basis modernster Softwarelösungen und komplexen mathematischen Systemen qualitativ hochwertige Gebäudemodule sowie neue Methoden für die Steuerung von Gebäuden. Gemeinsam mit Kommunen und Partnern aus Architektur, Gebäudetechnik und Modulfertigung treibt SEMODU damit die Zukunft von Gebäuden und Städten voran – bezahlbar, CO2-neutral und zugleich modern und lebenswert. Mit Standorten in München, Stuttgart und Berlin ist das Unternehmen um Vorstand Frank Talmon l’Armée bundesweit und international tätig u.a. mit Projekten in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg,

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Green forest

Mit vereinten Kräften gegen die Klimakrise

Der Klimawandel ist eine der großen Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Da er nicht allein bekämpft werden kann, haben sich bereits über 850 Unterstützer und Unterstützerinnen entschlossen, den im März 2020 gegründeten Verein one for the planet zu fördern. Dazu gehört auch SEMODU, ein Methodengeber für modulares Bauen, für den Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. Zu den vielen Umweltprojekten der Gruppe gehören auch Baumpflanzaktionen, um deren Kapazität zur Bindung von Kohlenstoff zu nutzen und so dem Treibhauseffekt entgegenzuwirken.

Auch für SEMODU spielt Holz eine zentrale Rolle – und zwar als Baustoff. Als klimawirksam erweist sich hier einerseits die Einsparung großer Mengen an Beton, dessen Produktion sehr CO2-intensiv ist. Andererseits bindet Holz große Mengen des schädlichen Treibhausgases und dadurch, dass SEMODU die gleiche Menge des eingesetzten Holzes wieder der Aufforstung zuführt, wird außerdem derselbe kohlenstoffbindende Effekt erzielt, der bei Baumpflanzaktionen zum Tragen kommt. Ganz im Sinne dieses nachhaltigen Ansatzes entwickelt SEMODU Konzepte, die sowohl möglichst klimaneutral als auch ressourcenschonend sind.

Mit diesem Ansatz überzeugte SEMODU die Klimaaktivisten. „Wohnraum sowie Ressourcen sind knapp – dieser Herausforderung stellen wir uns mit unseren nachhaltigen Konzepten für die Zukunft, die ressourcenschonende Immobilien schaffen, die sich den Bedürfnissen der Menschen anpassen und mit intelligenten, digitalen Lösungen verbunden werden”, sagt Frank Talmon l’Armée Gründer und Vorstand der SEMODU AG.

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Brandenburger Tor in Berlin

Unsere neuen Standorte

Ein besonderer Standort mit besten Aussichten: Unser Hauptstadtatelier.

Ab sofort finden Sie uns auch in Berlin Am Spreebord 9.

Ein weiteres Modul: Unser neuer Standort Frankfurt.

Seit dem 01.04.2020 finden Sie uns auch in Frankfurt/Mühlheim a.M. in der Lämmerspieler Straße 12.

Wir sind im ab sofort auch im Ländle!

In unserem Standort in Stuttgart/Großbottwar könnt ihr uns seit dem 01.07.2019 besuchen.

Ein breiteres Fundament: Unser neuer Standort in München.

Mitten in der Stadt direkt am Odeonsplatz:
Seit Gründung der SEMODU Gruppe findet ihr uns in München in der Maximilianstraße  2.


Frank Talmon l'Armée, Modulbaukongress

Die Zukunft des Bauens ist nachhaltig und digital

Die Zukunft ist da – der Bau hingegen hinkt teils noch hinterher. Was sich in der Branche ändern muss und wie die Zukunft mit Smart Homes aussieht, davon erzählte Frank Talmon l’Armée auf dem Heuer Dialog Jahreskongress mit dem Tagesthema „Modulares Bauen der Zukunft“.

Desinfektionsmittel, Masken, Regelhinweise und Menschen wie Tische auf Abstand. Die Coronapandemie steht auch über Heuer Dialog. Abhalten ließ sich davon jedoch niemand, die Plätze sind befüllt und Redner, die nicht persönlich kommen konnten, schalteten sich online hinzu.

„Auf die innere Schönheit kommt es an“, erzählen Eltern oft ihren Kindern und dennoch reden manche immer noch von Platte 2.0, wenn es um den Modulbau geht. Menschen wollen neben bezahlbaren Wohnraum und Funktonalität auch, dass ihre Wohnung oder das Bürogebäude ästhetisch ansprechend ist, um sich darin wohlzufühlen. Wie wichtig dies mit Blick auf Kosten und Nachhaltigkeit ist, darf nicht unterschätzt werden. Nur wenn ein Gebäude lange benutzt wird, rentiert sich der Bau und die Umwelt wird nicht zu stark belastet. Gilt ein Gebäude aber schnell als veraltet und nicht ansprechend, wird es nicht genutzt und muss frühzeitig abgerissen werden. Funktionalität, Nachhaltigkeit und Ästhetik müssen daher Hand in Hand gehen. „Bei unseren Entwürfen kann niemand von außen erkennen, dass es sich um Modulgebäude handelt. Durch die vielfältige Kombination der Einheiten und die unterschiedlichen Fassaden können die verschiedensten Häuser gebaut werden“, sagt Frank Talmon l’Armée, Gründer und Vorstand bei SEMODU AG.

Um nachhaltiger zu werden, muss außerdem die Umweltbelastung in der Baubranche angegangen werden, sowohl in der Produktion als auch während der Nutzung. Die Baubranche produziert über 50 % des jährlichen Abfalls, nutzt zu 70 % nicht nachwachsende Rohstoffe und ist einer der größten CO2-Verursacher weltweit. Diese Probleme können und müssen an verschiedenen Stellen angepackt werden.

Ein erster Schritt ist hier, die Baubranche zu industrialisieren. Als letztem Sektor der Wirtschaft wird hier weiterhin nicht in Serie gebaut, stattdessen ist jedes Haus quasi ein Prototyp, was zu entsprechend hohen Bauschäden und Abfall führt. Dabei bietet sich gerade der Modulbau, mit seinen vorgefertigten Einheiten, für die serielle Produktion an.

Doch nicht nur die Produktion in Serie, auch der Schritt hin zur Kreislaufwirtschaft ist im Modulbau einfacher, könnten hier doch einzelne Elemente, aber auch ganze Modul wiederverwendet werden. Da die wichtigsten Komponenten, quasi die DNA des Modulbaus, einfach auseinanderzubauen sind, können Gebäude erweitert, reduziert oder an ganz anderen Standorten aufgebaut werden. Diese Bauweise erleichtert auch das Recycling. „Wichtig ist für uns mit nachhaltigen Rohstoffen zu bauen, wie es bei unseren Holz- und Hybridmodulen der Fall ist. Wobei wir nicht nur Holz verwenden, sondern uns auch für die Aufforstung engagieren“, betont Talmon l’Armée.

Die Gebäude der Zukunft sind aber nicht nur nachhaltiger, sie sind auch „intelligenter“. Unterschiedlichste Anbieter arbeiten bereits an Neuheiten für sogenannte Smart Homes. Dabei geht es neben Heizung, Haussicherheit, Licht, Audio und vielen weiteren Devices auch um vollständig digitalisierte Raumwände, die per Touch, Gestik, Sprachsteuerung und App bedienbar sind. Diese digitalen Wände sind eine Plattform und gleichzeitig ein neuer interaktiver Device, der alle Funktionen in sich vereint, welche früher über eine Unzahl von Geräten verteilt war. So verwandeln sich die Digitalwände zu Tapeten, präsentieren Kunstwerke aus den renommiertesten Museen dieser Welt, sind Social-Media-Walls, ersetzen den Fernseher und das Fotoalbum der Familie. Hinzukommt, dass Flächen in der Horizontalen beheizbar, magnetisch oder auch mittels Induktion als Kochstelle genutzt werden können. Natürlich können hier alle Tools und Funktionen vernetzt und über eine App von überall gesteuert werden. „Ich bin der festen Überzeugung, dass alles was sich dematerialisieren lässt in Zukunft auch dematerialisiert wird.“, fährt Talmon l’Armée fort und setzt damit ein klares Statement. Viele dieser Funktionen kann das Haus der modularen Zukunft werksseitig vorhalten. Die Nutzung geschieht dann, wenn sie der Bewohner benötigt – als zeitgemäßes pay-per-use – Modell.

Genau dieses Nutzerverhalten wird nicht nur die Zukunft des Wohnens, sondern sich auch sämtliche weitere Bereiche unseres Lebens einnehmen. Denn sie spart nicht nur Zeit, Energie und Geld, sie ist vor allem eins: Flexibel. Wer sollte sich schon eine mehrere tausend Euro teure Warnanlage installieren, wenn man diese auch nur für die fünf Wochen Urlaub im Jahr aktivieren und anschließend wieder deaktivieren kann?

Der Alltag wie wir ihn kennen wird sich schon in wenigen Jahren radikal und vor allem digital verändern.

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Projekt Olympisches Dorf Elstal, Berlin, Deutschland

"Kleines Olympisches Dorf" veräußert

Das Entwicklungsprojekt „Kleines Olympisches Dorf“ wurde erfolgreich noch im Projektstadium an einen institutionellen Investor veräußert.

Auf dem Gelände des Olympischen Dorfes in Berlin von 1936 starteten wir eine einzigartige Projektentwicklung, in deren Mittelpunkt der Bau von 180 Wohneinheiten stand. Wichtig war hier einerseits der sensible Umgang mit dem historischen Hintergrund, denn das Gelände ist ein Stück Zeitgeschichte und Teil eines der dunkelsten Kapitel Deutschlands und andererseits die Berücksichtigung des Umfelds und der Natur. Auf dem Areal mit fast 17.700 m² sollten modulare Wohneinheiten entstehen, die inklusiv, elegant und funktional sind. Das Team rund um die Architekten Studiointhedots in Amsterdam und Nebel, Pössel in Köln entwarf ein Projekt, dass insbesondere attraktiv für junge Familien ist, welche gerne im Grünen wohnen und doch an die Hauptstadt mit ihrer Infrastruktur angebunden sein wollen.

 

SEMODU wurde bei der Transaktion von Heuking Kühn Lüer Wojtek beraten.

Echolot

Redakteur

Philipp Nisster
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