SEMODU ModuleSEMODU Module

Vision undWerte

Die Bevölkerungsdichte wird zunehmen, die Ressourcen werden weniger:
Wir schaffen ressourcenschonend Lebensräume und Immobilien, die sich an die Bedürfnisse der Menschen anpassen.

Modulare Immobilienkonzepte können einen großen Beitrag bei der Bewältigung dieser Herausforderung leisten.

Vision undWerte

SEMODU Module

Die Bevölkerungsdichte wird zunehmen, die Ressourcen werden weniger:
Wir schaffen ressourcenschonend Lebensräume und Immobilien, die sich an die Bedürfnisse der Menschen anpassen.

Modulare Immobilienkonzepte können einen großen Beitrag bei der Bewältigung dieser Herausforderung leisten.

Unsere Überzeugungenund Werte

Bereits seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit den Folgen des Klimawandels und unseren begrenzten Ressourcen. Wir haben uns deshalb entschieden, Immobilien-Konzepte zu entwickeln, die sowohl möglichst klimaneutral als auch ressourcenschonend sind. Gleichzeitig stehen soziale Überlegungen mit im Fokus. Was wir uns überlegen, soll in puncto Immobilienentwicklung und Energieversorgung weltweit einsetzbar sein.

~ 8.000.000.000

Dafür stehen wir

Heute leben bereits fast 8.000.000.000 Menschen auf der Erde, davon 3.500.000.000 in den Städten. 2050 werden es 10.000.000.000 Menschen sein, von denen dann 7.000.000.000 in Städten leben werden. Das bedeutet, dass wir in noch nicht einmal 35 Jahren die Welt, in der wir heute leben, noch einmal bauen müssen. Und dies mit den Ressourcen, die wir haben, sodass auch künftige Generationen eine lebenswerte Zukunft haben.

Mission und Ziele

Wir wollen weltweit der führende Methodengeber für serielles und modulares Bauen werden. Das erreichen wir mit nachhaltigen Modulen, die sich rechnen und klimaneutral sind.

SEMODU ModuleSEMODU Module

Mission undZiele

SEMODU Module

Wir wollen weltweit der führende Methodengeber für serielles und modulares Bauen werden. Das erreichen wir mit nachhaltigen Modulen, die sich rechnen und klimaneutral sind.

Modulares Bauen kombiniert mit modernster Technologie

Das Gebäude der Zukunft:
Im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und Ressourcenschonung auf der einen Seite und großem Bedarf nach Wohnraum auf der anderen Seite, gilt es, geeignete Lösungen für die Immobilien der Zukunft zu finden.

Das treibt uns an, die besten Konzepte zu realisieren und gleichzeitig modernste Technik im Gebäude und in der Produktion einzusetzen. Denn unsere Kunden sollen nicht auf Komfort verzichten und trotzdem gleichzeitig das gute Gefühl haben, etwas für die Zukunft unseres Planeten getan zu haben.

Kurze Bauzeit für bezahlbares Wohnen:
Unsere Gebäude lassen sich in kürzester Zeit errichten und erreichen dennoch höchste Qualitätsstandards. Dabei achten wir in der Gestaltung unserer Produktlinien genau auf die spätere Nutzung. Denn komfortable Sonderausstattungen können bereits ab Werk bestellt werden. Oder – insbesondere bei technischen Details – auch später per Software-Update nachgeordert, beziehungsweise temporär genutzt werden. Projektentwicklung 2.0.

Weltweite Lösungen für modulares Bauen:
Mit diesen Überlegungen zum modularen Bauen und einer hybriden Bauweise wollen wir dazu beitragen, die immensen Fragen, die sich aus dem weltweiten Wachstum ergeben, anzugehen. Und wir setzen unsere ganze Kraft dafür ein, zu deren Lösung einen wegweisenden Beitrag zu leisten.

Digitalisierung ist das beherrschende Thema in der produzierenden Industrie: Predictive Maintenance, Smart Data, Automatisierung, Digital Twins und vieles mehr steht hier auf der Agenda. Das ist sicher richtig, doch Digitalisierung ist beherrschendes Thema für fast alle Wirtschafts- und Lebensbereiche. Wir sprechen über die Relevanz der digitalen Transformation im Immobilienbereich mit Frank Talmon l’Armee, CEO der SEMODU AG.

Journalist:

Warum wird das Thema Digitalisierung bei SEMODU so großgeschrieben?

Frank Talmon l‘Armée:
„Wir sehen schon jetzt, dass die Digitalisierung unseren Alltag bestimmt und in Zukunft noch in vielen weiteren Bereichen unseres Lebens eine bedeutende Rolle einnehmen wird. Daher ist es uns enorm wichtig, nicht nur über den digitalen Fortschritt zu debattieren, wir wollen und werden ihn in all unseren Geschäftsbereichen vorleben – sozusagen von der Idee, vom Wort zur konkreten Tat schreiten. Wir sind der Ansicht, dass die Dematerialisierung von physischen Gegenständen nur eine Frage der Zeit ist und sehen daher ein immenses Potenzial in der digitalen Transformation der Immobilienbranche und ganz besonders im Modulbau.“

Journalist:
Man hört häufig von der Notwendigkeit, den Kunden bei der Entwicklung von Produkten ins Zentrum zu rücken und sich an dessen Bedürfnissen zu orientieren. Inwieweit ist das für SEMODU wichtig und wie wird der Kunde dabei berücksichtigt?

Frank Talmon l‘Armée:
„Da unser Kunde auch der Endnutzer unseres Produktes ist, ist es selbstverständlich, dass wir uns an dessen Bedürfnissen orientieren. Da wir aber etwas gänzlich Neues schaffen, sind sich unsere Kunden diesen Bedürfnissen oftmals gar nicht bewusst. Und dies ist natürlich ein Paradigmenwechsel. Besonders hier bemühen wir uns, unsere Vision zur neuen Form des Wohnens klar zu vermitteln und sämtliche Möglichkeiten der individuellen Gestaltung aufzuzeigen. Jeder unserer Kunden soll sich in seinem Zuhause selbst verwirklichen können. Und das, wenn er will, jeden Tag aufs Neue.“

Journalist:

Sie haben eben davon gesprochen, dass man vom Wort zur Tat schreiten sollte. Wie setzt SEMODU Digitalisierung also konkret in seinen Produkten um?

Frank Talmon l‘Armée:

„Wir entwickeln derzeit ein vollauf digitalisiertes Modul, hinter dem sich ein intelligentes Gebäudebetriebssystem verbirgt, das u.a. Alltagsgegenstände wie beispielweise einen gewöhnlichen Esszimmertisch neu überdenkt, erfindet und digital connectet. Der Nutzen für unsere Kunden liegt in dem einfachen, komfortablen und anpassungsfähigen Lebensraum, den wir schaffen. Zudem ändern sich Gewohnheiten heute schneller denn je. Die Nutzung von Online-Tools stellt gegenüber dem Kauf von Produkten und Dienstleistungen häufig die bessere Alternative dar. Deshalb möchten wir mit dem Prinzip „Pay-per-use“ ein breitgefächertes und variables Angebot schaffen, mit dem sich nach individuellen Vorlieben einrichten lässt.“

Journalist:

Wie hebt sich SEMODU von anderen Unternehmen ab, insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung?

Frank Talmon l‘Armée:

„Die Integration digitaler Produkte in das modulare Baukonzept ist für SEMODU ein Alleinstellungsmerkmal und somit ein entscheidender Vorteil am Markt. Mit der Umsetzung unserer technologischen Konzepte wollen wir die digitale Transformation im Bereich Wohnen maßgeblich vorantreiben. Unsere unkonventionelle Denkweise ist mitunter unsere wichtigste Ressource. Die Ideen und neuen Sichtweisen, die daraus resultieren geben nicht nur wertvolle Impulse für unsere Arbeit – sie inspirieren und motivieren uns.“

Journalist:
Nachhaltigkeit ist eines der zentralen Themen der SEMODU AG, dem Methodengeber für modulares Bauen. Wieso ist dieses Thema für Sie so enorm wichtig und welche Rolle spielt dabei der Klimaschutz? Wie reagiert die Branche auf dieses Engagement?

Frank Talmon l‘Armée
Einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten ist für die SEMODU AG eine Herzensangelegenheit. Schließlich zählt die Immobilienbranche seit jeher doch zu den größten Treibhausgasemittenten. Daher sehen wir hier einen besonderen Nachholbedarf.

Nach Möglichkeit setzen wir auf den Einsatz von Holz und investieren in die Aufforstung von Wäldern, um mit unseren ressourcenschonenden Konzepten einen CO2-Ausgleich, wenn nicht sogar eine positive CO2-Bilanz, zu erreichen. Dass unsere klimafreundlichen Wohnkonzepte und der Modulbau sehr begehrt sind, merken wir auch an dem zahlreichen positiven Feedback, das wir von Stadtplanern, Architekten und Entscheidungsträgern zu unseren Immobilienprojekten erhalten.

Journalist:
Nachhaltigkeit gibt es nicht zum Nulltarif. Doch Nachhaltigkeit liegt ja seit Jahren im Trend und erreicht mittlerweile das Bauen und die Immobilien-Branche. Doch gleichzeitig steht Wohnraum immer begrenzter zur Verfügung und die Preise steigen. Wie kann man diesen Widerspruch auflösen?

Frank Talmon l‘Armée
Im konventionellen Bau ist derzeit noch wenig passiert, besonders im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Prinzipiell hat sich an unserer Bauweise in den letzten 200 Jahren nicht viel getan. Unsere CO2-neutrale Gebäudekonzepte müssen aber nicht zwingend teurer sein. Das ist ein ganz wichtiger Punkt.

Doch Nachhaltigkeit hat für uns also nicht nur mit Klimaschutz, sondern auch mit sozialverträglichem Wohnen zu tun – deswegen haben wir uns dieser besonderen Herausforderung angenommen: Mit klimaneutralen Konzepten, auch in Hinblick auf das Thema Energie und Mobilität, möchten wir für kommende Generationen eine lebenswerte Zukunft schaffen.

Gleichzeitig wissen wir von SEMODU aber auch um die gesellschaftliche Bedeutung des Klimaschutzes. Somit ist für uns das Bauen der Zukunft und Nachhaltigkeit unweigerlich miteinander gekoppelt. Generell gesagt, setzen wir bei SEMODU ein klares Zeichen für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit.“

Journalist:
Bietet das Engagement für Klimaschutz in Ihrem Unternehmen und das modulare Bauen einen konkreten, messbaren Mehrwert oder geht es für Sie hier eher um einen gesellschaftlichen Beitrag?

Frank Talmon l‘Armée
Es bildet sich bereits jetzt schon ein klarer Mehrwert für uns ab, da die Immobilienbranche erfahrungsgemäß eher konservativ und langsam ist, wenn es sich um Innovationen dreht.  Die wachsenden Städte, steigenden Grundstückspreise, Mieten und Baukosten, die teilweise erschreckenden Klimaprognosen und deren bereits heute sichtbaren Veränderungen werden sich durch gutes Zureden allein nicht einfach in Luft auflösen. Es ist eine Probelmatik die uns alle gleichwohl betrifft. Von der Politik, den Unternehmen, Städten, Umweltorganisationen und natürlich auch bis hin zur einzelnen Privatperson – alle müssen an einem Strang ziehen, um gemeinsam eine lebenswerte Zukunft zu erhalten. Wir konnten bereits einige dieser Stränge verknüpfen, jedoch stößt man auch hier und dort doch noch auf Unverständnis oder Zögerlichkeit.

Davon lassen wir uns natürlich nicht ausbremsen, sondern gehen vielmehr strategische Partnerschaften ein, die dieselbe Vision verfolgen und bereit sind mit uns nach vorn zu preschen.

Journalist:
Wie setzt SEMODU seine ambitionierten Ziele zum Klimaschutz konkret in die Tat um?

Frank Talmon l‘Armée
Wir haben den Anspruch all unsere Projekte mindestens klimaneutral – wenn nicht sogar mit einer positiven Klimabilanz – umzusetzen. Besonders stolz sind wir allerdings auf unser Projekt „Am grünen Anger“ in Wernau, das nicht nur ein CO2-neutrale Bilanz aufweist, sondern ebenso über ein nachhaltiges Mobilitäts- und Energiekonzept verfügt.

Dennoch möchten wir das Umwelt- und Klimabewusstsein unserer MitarbeiterInnen, Partnern und Kunden stärken. Daher setzen wir auf ein breites Netzwerk an Partnerschaften und unterstützen die Initiative „one for the planet“, deren Gründerin nun auch zum Fachbeirat der SEMODU AG gehört.“

Journalist:
Wie profitieren in dem oben angeführten Beispiel denn Kunden bzw. Dritte von Ihren Klimaschutzanstrengungen?

Frank Talmon l‘Armée
Mit unseren Projekten beweisen wir, dass klimaneutrales Wohnen durchaus bezahlbar ist und trotzdem höchste Qualitätsstandards erfüllen kann.

Genau diesen Mehrwert wollen wir unter anderem mit unseren innovativen Energiemodulen und nachhaltigen Mobilitätskonzepten erreichen, von denen unsere Kunden unmittelbar profitieren.

Journalist:
Das ist schön. Doch Klimaschutz erfordert teilweise hohe Investitionen. Haben Sie Lösungen gefunden, diese Kosten gerecht und sozialverträglich auf alle Beteiligten zu verteilen?

Frank Talmon l‘Armée
Ein großes Anliegen seit der Gründung von SEMODU ist das bezahlbare Wohnen und damit die Grundlage für die soziale Verträglichkeit. Unsere modulare Bauweise, ganz gleich ob Holz-Module, Beton-Module oder Hybrid-Module, ermöglicht bereits erhebliche Kosteneinsparungen und schafft im Gegenzug mehr Spielraum für die Realisierung klimafreundlicher Konzepte. Der standardisierte Herstellungs- und Lieferprozess kann bis in die letzte Minute vorausgeplant werden, sodass das Modul just-in-time auf die Baustelle transportiert wird. Bauzeiten können damit – im Vergleich zum konventionellen Bau – bis auf die Hälfte reduziert werden.

Journalist:
Werden Sie das Engagement Ihres Unternehmens für den Klimaschutz in den kommenden Jahren ausbauen?

Frank Talmon l‘Armée
Wir streben immer nach mehr. Unsere Vision ist es: möglichst ressourcenschonend Lebensräume und Immobilien zu schaffen, die sich an die Bedürfnisse der Menschen anpassen. Daher werden wir auch nicht müde, neue innovative Konzepte zu realisieren und den Schutz unserer Umwelt stetig zu verbessern. Die vielversprechende Kollaboration mit einem großen Energiekonzern ist dabei nur der Anfang.“

Journalist:
Was bedeutet unternehmerische Verantwortung und verantwortungsvolle Unternehmensführung für Sie persönlich?

Frank Talmon l‘Armée
Bei SEMODU hat jeder eine Stimme – wir begegnen uns auf Augenhöhe. Unternehmerische Verantwortung heißt für mich, die Eigenverantwortung der MitarbeiterInnen anzuerkennen und zu stärken und dabei in die richtige Richtung zu lenken. Mir ist bewusst, dass unsere MitarbeiterInnen die treibende Kraft hinter SEMODU sind. Ihnen bei ihrer Arbeit größtmöglichen Freiraum zu bieten, sehe ich als eine Art der verantwortungsvollen Unternehmensführung. Das bringt nicht nur uns, sondern auch die Ergebnisse unserer Arbeit voran.

Journalist:
Welche Projekte und Initiativen an denen SEMODU in den letzten Jahren beteiligt war waren wichtig für das Gemeinwohl, hatten gesellschaftliche Relevanz?

Frank Talmon l‘Armée
Die meisten der Projekte, die wir initiieren oder begleiten haben unseres Erachtens eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Und die zahlreichen Projektanfragen, die wir regelmäßig erhalten, zeigen uns den Erfolg unserer Initiativen „Bezahlbares Wohnen“ und „klimaneutrale, ressourcenschonende Konzepte“.

Journalist:
Das ist jetzt ja die Kundenperspektive. Inwieweit beeinflusst Ihr Fokus auf Verantwortung für Gesellschaft und Gemeinschaft Sie auch im Bereich Human Ressources, beispielsweise bei der Auswahl von Bewerbern?

Frank Talmon l‘Armée
Wir haben die Überzeugung, dass ein multikulturelles Team eine besondere Vielfalt an Talent, Fähigkeiten und neuen Perspektiven mit sich bringt. Unabhängig von Alter, Erfahrung, Herkunft etc. suchen wir nach den schlausten und kreativsten Köpfen, die frischen Wind und neue Ideen einbringen.

Journalist:
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter der SEMODU für den Erfolg des Unternehmens? Was ist Ihnen im Hinblick auf Bewerber besonders wichtig?

Frank Talmon l‘Armée
SEMODU befindet sich auf Wachstumskurs – sowohl geographisch als auch personell. Um diesem steigenden Arbeitsaufwand gerecht zu werden können wir Verstärkung im Team immer gut gebrauchen. Wir schätzen die Fähigkeit zum kooperativen Teamwork. Die Arbeit bei SEMODU erfordert eine große Offenheit für innovatives Denken und die Bereitschaft konventionelle Herangehensweisen zu hinterfragen. Auch sind uns Initiative und die neuen Ideen unserer Mitarbeiterinnen enorm wichtig und daher fördern wir insbesondere eine eigenständige Arbeitsweise.“

Journalist:
Welches sind die Handlungsfelder und Themen, mit denen Sie mit Ihrem Unternehmen langfristig einen gesellschaftlichen Beitrag leisten wollen?

Frank Talmon l‘Armée
Die SEMODU AG basiert auf vier wesentlichen Geschäftsfeldern: modular, digital, sustainable und productive. All diese Themen zahlen auf das Ziel ein, eine lebenswerte Zukunft für die kommenden Generationen zu schaffen. Intelligente und nachhaltige Gebäudemodule sind unser Weg dahin.

Journalist:

Wie wirkt sich die Mathematik auf unsere gebaute Umwelt aus?

Shashank Pandey

Der Zyklus der Umwelt hat eine rhythmische und sich wiederholende Funktion. Von den Jahreszeiten bis zu den Tageslichtstunden folgt alles einem festen Muster. Zweitens sind mathematische Proportionen entscheidend dafür, ob ein Objekt ästhetisch angenehm oder unangenehm aussieht. Die antike Architektur und in einigen Fällen auch die moderne Architektur nutzten diese mathematischen Muster und Proportionen, um die gebaute Form mit unseren von der Natur gewohnten visuellen Sinnen zu harmonisieren. Der Goldene Schnitt ist ein solches Beispiel. Seine geometrische Interpretation wurde bereits in den ägyptischen, griechischen und römischen Zivilisationen verwendet. Der Trend setzte sich in der gotischen und islamischen Architektur weitgehend fort. Auch moderne Architekten wie Le Corbusier nutzten die Mathematik als Werkzeug in ihren Entwurfsformen.

Journalist:

Wie sind Mathematik und modulares Bauen miteinander verbunden?

Shashank Pandey

Diese beiden sind in mehreren Dimensionen miteinander verbunden. Der historische Einsatz von Mathematik in Gebäuden, beschränkte sich in erster Linie auf Gebäudeformen und Fassadenmuster. Aber beim modularen Bauen spielt die Mathematik eine entscheidendere Rolle, die verschiedene Facetten der Planung umfasst. Beim modularen Bauen muss das Planungsteam neben den regulären anthropometrischen Zahlen auch effiziente Berechnungen hinsichtlich der Größe der Module, des Verhältnisses der Modulflächen, des Gewichts der Module, des Gleichgewichts des Moduls und der speziellen technischen Parameter im Bereich der Strukturen und MEP durchführen.

Die externen Faktoren wie Fabrikationsanlagen, staatliche Verkehrsvorschriften, Kranzulassungen usw. bringen diese Einschränkungen ins Spiel. Eine ineffiziente Planung kann die Projektkosten in die Höhe schnellen lassen.

Die Effizienz kann mit Formeln überprüft und verglichen werden. Planer müssen unter diesem komplexen mathematischen Dach arbeiten. Diese komplexe Konstellation kann durch CAD (Computer Aided Design) Planungsskripte vereinfacht werden. In Zukunft werden den Fertigungsbetrieben mehr automatische und halbautomatische CAM (Computer Aided Manufacturing) Verfahren zur Verfügung stehen.

Journalist:

Kann dieses mathematische System über alle Projekte hinweg in ähnlicher Weise verwendet werden?

Shashank Pandey

Dieses System hat viele Variablen. Betrachtet man die externen Faktoren, so ergeben sich zum einen Variationen durch unterschiedliche Landesbauordnungen und zum anderen durch unterschiedliche Landesverkehrsbeschränkungen. Apropos interne Faktoren: Das System, das für ein Wohngebäude entwickelt wurde, kann zum Beispiel nicht so verwendet werden wie für ein Bürogebäude. Weitere Unterschiede ergeben sich aus dem Material selbst. Beton, Holz, Stahl und Hybridbauweise haben jeweils ihre eigene Mathematik. Aufgrund des höheren Gewichts von Beton (ca. 2400 kg/m³) ergeben sich kleinere Modulgrößen als bei Holz (ca. 1200-1500 kg/m³). Darüber hinaus bringt der spezifische Herstellungsprozess bei Beton, der Umgang mit dimensionierten Schalungen, weitere unveränderliche Einschränkungen im Planungsprozess mit sich. Gleichzeitig führen Betonmodule aufgrund ihrer schlanken Wandgrößen aber zu einer besseren Flächeneffizienz. All diese Parameter werden mathematisch auf Vor- und Nachteile hin analysiert, material- und projektbezogen. Diese komplexe vergleichende Analyse ist mit mathematischer Kodierung und Kombinatorik viel einfacher.

Journalist:

Wie unterscheiden sich generell die Projektprozesse in der Modulbauweise? Und welchen Einfluss haben diese Prozesse auf die Kosten- und Nachhaltigkeitszahlen?

Shashank Pandey

Nach unserer Erfahrung ist Design-Build die am besten geeignete Projektabwicklungsmethode für modulares Bauen. Die Planung dreht sich um die spezifische Modulmathematik, die nach dem System des Herstellers maßgeschneidert wird. Die Gebäudemodule werden in den ersten Planungsphasen bis zum letzten Schritt detailliert und im Herstellwerk selbst zu 80-90% vorgefertigt. Sogar die Reihenfolge der endgültigen Modulmontage und der Anschlusspunkt für das Abheben des Moduls sind vorher festgelegt. Änderungen in letzter Minute sind schwierig auszuführen und kostspielig zu duplizieren. Sie können den gesamten Modulprozess stören und die Projektdauer verlängern.

Der Planungsprozess nutzt das praktische Prinzip von P-P-D (Plug, Play and Design). Das Ziel des Planers ist es, mit den effizientesten Größen des Moduls zu planen, da kleinere oder größere Größen zu einer Kosteneskalation bei der Herstellung, dem Transport und dem Heben und Montieren vor Ort führen können. Gleichzeitig muss der Planer die Modulwiederholungen maximieren, um mit effizienten Herstellungskosten zu enden. Schließlich führt die Gesamtverkürzung der Projektdauer um 50-70 % zu einem höheren Wert der Opportunitätskosten für den Immobilienentwickler.

Was den Aspekt der Nachhaltigkeit betrifft, so führen der schlanke Herstellungsprozess und die geringe Anzahl von Designänderungen zu einem Minimum an Bauabfall. Hoch kontrollierte Qualitätsstandards machen das Gebäude langlebig und nachhaltiger, wenn man es über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes betrachtet. Die Verkürzung der Projektzeit führt zu einer Verringerung der Kohlenstoffemissionen auf nicht greifbare Weise. Der Grad des Baustoffrecyclings und die flexiblen Möglichkeiten der Wiederverwendung von Projekten erhöhen den Nachhaltigkeitsquotienten noch weiter.

Journalist:

Wie unterscheidet sich die Modulentwicklung von SEMODU von der Konkurrenz?

Shashank Pandey

Unsere Module und ihr Herstellungsprozess haben einen hohen Wirkungsgrad, der der deutschen Automobilindustrie nachempfunden ist. Die Priorität liegt auf der Qualität der Module und nicht auf der Quantität der Module. Unsere Konzeption für Wohnbauprojekte zielt beispielsweise darauf ab, die Gesamtplanung mit mindestens einer oder maximal drei Modulgrößen pro Projekt zu realisieren. Dieses Uniformierungsprinzip führt zu einer Maximierung der Kosten-, Qualitäts- und Zeitvorteile. Diese Value-Engineering-Module sind so strukturiert, dass sie der nächsten Generation der Digitalisierung entsprechen, erschwinglich sind und kompakte Lösungen bieten. Die WANDWALL-Variante wird als intelligentes Modulwerkzeug entwickelt, das in die BOS-Technologie eingebettet ist. Dies ist die Zukunft des modularen Bauens und der Immobilienbranche im Allgemeinen, in der wir bereits bedeutende Fortschritte gemacht haben.

Jochen Dorner ist unser Head of Business Development und langjähriger Experte in der Immobilienbranche. Er ist verantwortlich für die effiziente und möglichst klimaneutrale Umsetzung unserer Projekte und die Projektentwicklung im Allgemeinen.

Im anschließenden Interview haben wir Jochen zu den größten Herausforderungen der Immobilienbranche und SEMODU‘s Antworten befragt. Außerdem erklärt er, welche nachhaltige Lösungen die SEMODU AG in ihren Projekten integriert.

Was sind die größten Herausforderungen in der Immobilienbranche? Und was macht SEMODU, um diese Herausforderungen zu überwältigen?

Die Immobilienbranche hat durchaus einige Herausforderungen zu stemmen. Zu nennen sind der Wohnungsmangel und damit einhergehend das bezahlbare Wohnen, der aktuell in der Branche herrschende Fachkräftemangel, der Klimawandel sowie das Fortschreiten der Digitalisierung. Tatsächlich ist die Immobilienbranche eine der am wenigsten digitalisierten Branchen, daher ist der Nachholbedarf entsprechend groß. Dazu kommen völlig veränderte Herausforderungen an die Immobilie selbst, denen sich die Immobilienbranche langfristig stellen muss.

Was unternimmt SEMODU dafür? Als Methodengeber arbeiten wir systemunabhängig und bieten unsere Lösungen der Herausforderung oder dem Wunsch des Kunden entsprechen an. Dabei orientieren wir uns nicht an nur einem Produkt oder Werkstoff, sondern an dem für die jeweilige Lösung besten Konzept. Zudem sind wir Spezialisten für die schnelle Bereitstellung von Wohnraum, was im Hinblick auf den vorherrschenden Wohnungsmangel eine immer höhere Bedeutung bekommt.

Inwiefern wirkt SEMODU dem Klimawandel entgegen? Das Konzept der Nachhaltigkeit ist tief im Konzept von SEMODU enthalten. Wir geben unseren Kunden das Versprechen, dass jedes unserer Projekte bereits in der Entstehung oder später im Betrieb klimaneutral ist. Um die CO2-Neutralität zu wahren, sind wir eine Partnerschaft mit der Getec eingegangen und entwickeln hier marktunabhängige Lösungen. Unsere Gesellschaft tritt als CERO2 auf dem Markt auf und entwickelt innovative Projekte, um den späteren Betrieb CO2-neutral zu ermöglichen.

Wie ist das Konzept von Nachhaltigkeit bei SEMODU implementiert und welche Rolle spielt dabei der Klimaschutz?

Die Antwort liegt im Vergleich der modularen und der konventionellen Bauweise. Letztere zeichnet sich durch eine schlechte Produktivität und einen deutlich höheren Ressourcenverbrauch aus. Aus diesem Grund ist die Immobilienbranche heute für rund 60% aller in Deutschland anfallenden Abfälle verantwortlich. Im Gegensatz dazu weist die modulare Bauweise eine deutlich höhere Produktivität und Effektivität auf. Hier setzt SEMODU insbesondere auf Holz als Baurohstoff und in Ausnahmefällen auf Holz-Beton-Hybridbauten, wodurch unsere Projekte wesentlich ressourcenschonender und deutlich nachhaltiger sind.

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